Hallo Fliegenfischer-Freunde und alle, die es werden wollen!
Ihr träumt davon, in den malerischen Gewässern Europas die Fliegenrute zu schwingen, aber der deutsche Angelschein schreckt euch ab? Keine Sorge! Es gibt Länder, in denen der Zugang zum Angelerlebnis deutlich unbürokratischer gestaltet ist und auch für Touristen ohne deutsche Fischerprüfung möglich ist. Salmoflies.com zeigt euch, wo eure Reise hingehen könnte!
Fliegenfischen in Europa: Ohne deutschen Angelschein zum Traumfisch!
Der deutsche Angelschein ist in vielen unserer Nachbarländer keine direkte Voraussetzung, um die Angel auszuwerfen. Oft genügt der Erwerb einer lokalen Angelerlaubnis oder eines speziellen Touristenfischereischeins. Das macht den spontanen Angelurlaub in atemberaubender Natur deutlich einfacher.
Wir konzentrieren uns heute auf drei beliebte Destinationen, die für Fliegenfischer besonders reizvoll sind: Tschechien, Slowenien und Italien.
Tschechien: Prag, Pilsen und Forellen!
Tschechien ist bekannt für seine wunderschönen Landschaften und fischreichen Gewässer. Für deutsche Angler gibt es hier eine gute Nachricht: Ihr braucht keine deutsche Fischerprüfung, um in Tschechien zu angeln.
Was benötigt ihr?
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Staatlicher Angelschein (Rybařský lístek): Diesen erhaltet ihr in der Regel bei den Gemeinde- oder Stadtämtern. Für Touristen gibt es oft spezielle 30-Tages-Angelscheine, für die kein Prüfungsnachweis erforderlich ist. Ein gültiger Personalausweis genügt meist.
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Angelerlaubnis für das Gewässer (Povolenka k rybolovu): Zusätzlich zum staatlichen Angelschein benötigt ihr eine Erlaubnis für das jeweilige Gewässer, an dem ihr fischen möchtet. Diese wird von den lokalen Angelvereinen oder Gewässerbewirtschaftern ausgestellt und ist oft in Angelgeschäften, Touristeninformationen oder Hotels erhältlich. Die Preise variieren je nach Gewässer und Dauer (Tages-, Wochen-, Monatskarten).
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Privatgewässer (Paylakes): Eine noch einfachere Möglichkeit bieten private Seen und "Paylakes". Hier könnt ihr oft gänzlich ohne tschechischen Angelschein fischen, da die Erlaubnis direkt vom Gewässerbesitzer erteilt wird. Informiert euch vorab über die jeweiligen Regeln.
Tipp für Fliegenfischer: Tschechien bietet fantastische Fliegenfischerreviere, besonders auf Forellen und Äschen.
Slowenien: Smaragdgrüne Flüsse und Forellenparadies!
Slowenien, mit seinen kristallklaren Flüssen wie der Soča, der Sava Bohinjka oder der Krka, ist ein absolutes Mekka für Fliegenfischer. Die gute Nachricht: Auch hier ist der Zugang für Touristen relativ unkompliziert!
Was benötigt ihr?
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Angellizenz (Ribolovna dovolilnica): In Slowenien benötigt ihr für jedes Gewässer eine gültige Angellizenz. Diese könnt ihr ganz einfach online über Portale wie ribiskekarte.si erwerben. Wichtig ist, die Lizenz mindestens eine Stunde vor dem geplanten Angelbeginn zu kaufen, damit sie gültig ist.
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Keine Fischerprüfung: Eine Fischerprüfung wie in Deutschland ist für den Erwerb dieser Lizenzen nicht notwendig. Ihr wählt das gewünschte Gewässer und den Zeitraum aus, bezahlt online und erhaltet einen Unique-Code, den ihr zusammen mit eurem Ausweis bei Kontrollen vorzeigen könnt.
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Lokale Fischereivereine: Die Gewässer sind in Slowenien in der Regel an lokale Fischereivereine vergeben, die die Lizenzen ausstellen. Vor Ort in Angelgeschäften, Hotels oder Bars könnt ihr oft ebenfalls Lizenzen erwerben.
Besonderheiten für Fliegenfischer: An einigen Gewässern, wie z.B. der Soča, ist das Fliegenfischen die einzige erlaubte Angelart, was Slowenien zu einem Top-Ziel für Fliegenfischer macht.
Italien: Zwischen Alpen und Adria – Dolce Vita und Angeln!
Italien bietet eine unglaubliche Vielfalt an Gewässern, von alpinen Flüssen und Seen bis zur Adria. Auch hier ist das Angeln für Touristen ohne deutsche Fischerprüfung möglich.
Was benötigt ihr?
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Italienischer Angelschein (Licenza di pesca sportiva): Für das Angeln in Binnengewässern benötigt ihr einen italienischen Angelschein. Die gute Nachricht: Eine Fischerprüfung ist dafür nicht erforderlich! Diesen Schein erhaltet ihr in der Regel in Tabakläden (Tabaccheria), Postämtern, Hotels oder Angelgeschäften.
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Steuermarken (Marca da bollo): Zusätzlich zum Angelschein müssen Steuermarken erworben und auf den Schein geklebt werden. Diese bekommt ihr ebenfalls auf der Post.
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Regionale Unterschiede: Beachtet, dass es in Italien regionale Unterschiede bei den Bestimmungen geben kann und manche Gewässer zusätzliche spezielle Genehmigungen erfordern. Informiert euch am besten vorab oder direkt bei eurer Unterkunft.
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Meeresangeln: Das Angeln im Meer ist in Italien in der Regel am unbürokratischsten und oft sogar ohne speziellen Schein möglich, besonders vom Ufer aus. Auch hier können regionale Bestimmungen oder Schutzgebiete Ausnahmen darstellen.
Für Fliegenfischer: Die alpinen Regionen und Flüsse Italiens sind ideal für das Fliegenfischen auf Forellen und Äschen. Die oberitalienischen Seen und Flüsse wie der Po bieten auch Möglichkeiten auf andere Fischarten.
Wichtiger Hinweis für alle Angelreisen: Obwohl ihr in diesen Ländern keinen deutschen Angelschein benötigt, ist es unerlässlich, sich vor Reiseantritt über die aktuellen lokalen Bestimmungen zu informieren. Gesetze und Vorschriften können sich ändern, und die Nichteinhaltung kann zu hohen Strafen führen. Erkundigt euch bei den örtlichen Tourismusverbänden, Angelvereinen oder eurer Unterkunft nach den neuesten Regeln und den besten Angelspots!
Wir wünschen euch viel Petri Heil und unvergessliche Stunden an den Gewässern Europas!
Euer Team von Salmoflies.com
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